Kategorie-Archiv: Viele gute Gründe

Ich hab dafür keine Zeit!

In Zusammenhang mit Windelfrei werde ich oft zum Thema Zeit bzw. Zeitaufwand gefragt. Sehr viele Leute denken, dass man sehr viel Zeit braucht um windelfrei zu machen und es daher im Alltag nicht umsetzbar ist. Man müsse die ganze Zeit das Baby beobachten oder permanent wischen und dauernd Wäsche waschen – das sind die gängigsten Meinungen.

In einem Interview mit Sarah Schmid (6-fache Mutter, Ärztin, Autorin von „Alleingeburt“) antwortet diese auf die Frage, warum sie windelfrei mache: „Eigentlich weil ich faul bin.“ Sie bestätigt meine Erfahrungen, dass es viel einfacher und schneller geht, das Baby abzuhalten oder gegebenenfalls sofort die (Stoff)Windel zu wechseln, wenn das Baby reingemacht hat, als zu warten bis eine Wegwerfwindel knallvoll ist, das Baby evtl. dadurch wund wird, man sauber machen muss und zusätzliche Pflegeprodukte braucht.

Ich gebe zu: Es ist eine Umstellung im Kopf und eine Gewöhnung in den Alltag. Ob ich Windeln wechsle oder das Baby über einem Töpfchen abhalte ist insgesamt allerdings zeitlich ähnlich. Mit geeigneter Kleidung geht abhalten schneller, eventuell macht man das dann aber häufiger als Windeln zu wechseln. Ich erinnere mich, dass es anfangs bei unseren beiden Kindern ein gewisser Zeitaufwand war. Bis wir die Zeichen und den Rhythmus des Babys kannten. Dann wurde es weniger. Bei der „Großen“ gingen wir häufiger (das ist bis heute so), die „Kleine“ musste schon recht früh (so ca. mit 6-9 Monaten) nur alle paar Stunden pieseln und kann nun mit 21 Monaten so lange anhalten und so klar Bescheid geben, dass wir seit mehreren Wochen ohne Windel-Backup unterwegs sind und nur noch Wechselklamotten und eine Nasstüte dabei haben. Wir haben windelfrei einfach in unseren Alltag integriert und ohne Töpfchentraining oder Sauberkeitserziehung waren beide Kinder „ganz nebenbei“ recht früh trocken.

Nicola Schmidt vom Artgerecht Projekt nennt das Ganze „Eltern-Energie-Erhaltungssatz“ und zeigt in ihrem Video (hier klicken) sehr schön, wie bzw. wann Eltern ihre Zeit aufwenden.

Nochmal zusammengefasst: Langfristig haben Eltern weniger Arbeit und weniger Ausgaben, weil sie weniger wickeln müssen und weniger Windeln kaufen/waschen. Eltern haben die Wahl – Wickeln oder nicht. Eltern sparen sich das Sauberkeitstraining.

Ich hoffe ich konnte mit diesem Artikel die Bedenken bezüglich des Zeitaufwandes auflösen und folgendes verdeutlichen: Windelfrei heißt einfach, die Zeichen wahrnehmen, wenn das Baby mal muss und abhalten anbieten. In diesem Sinne: happy windelfrei!

Gift in Wegwerfwindeln

Dass Wegwerfwindeln nicht unbedingt ökologisch sind, war mir im Grunde ja schon länger klar. Dazu hatte ich auch schon mal einen Artikel gepostet, den ihr hier findet. Im Januar gab es nun wieder eine aktuelle Untersuchung. In diesem neuen Artikel geht es um eine Studie auf dem französischen Markt. Viele Produkte gibt es bei uns nicht, einen großen Namen aber doch: Pampers! (Man dementiert natürlich.)

Inwiefern einen diese Untersuchung in der Wahl der Windel beeinflusst bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall wollte ich euch diese Information nicht vorenthalten. Happy windelfrei!

Ein würdevoller und natürlicher Umgang

Kein Erwachsener würde freiwillig in seinen Exkrementen sitzen. Unseren Babys aber wird genau das tagtäglich millionenfach zugemutet. Und genau diesen „Unterschied“ in der Verhaltensweise vieler Eltern verstehe ich nicht – oder besser gesagt nicht mehr. Ich möchte mich nämlich an dieser Stelle gar nicht davon ausnehmen, selbst das Bedürfnis nach Sauberkeit bei mir und meiner Tochter unterschiedlich gewichtet zu haben. So war ich doch am Anfang meiner ersten Schwangerschaft davon überzeugt, meinem Baby Plastikwindeln anzuziehen! Warum? Weil es jeder so macht und weil die Werbung uns genau das als „richtigen Weg“ jeden Tag vorspielt.

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Die Gesundheit Deines Babys

Wir sind unendlich dankbar, dass wir zwei gesunde und lebhafte Kinder haben. Wir haben auch den Eindruck, dass unsere Kleinen glücklich und ausgeglichen sind. Natürlich gibt es auch Zeiten in denen wir auf dem Zahnfleisch kriechen, da die Lütten an manchen Abenden partout nicht einschlafen möchten. Aber wer kennt das nicht? Die Gesundheit unserer Kinder ist für uns das Wichtigste, na klar! Interessanterweise gehen Abhalten und Windelfrei auch einher mit einigen gesundheiltichen Vorzügen.

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Was ist drin in Wegwerfwindeln?

Der Begriff Wegwerfwindel (WWW) an sich gefällt mir nicht. Das kleine und große Geschäft von Babys wird darin gesammelt und dann weggeworfen. Aus den Augen, aus dem Sinn… Dass WWWs Einmalwindeln sind und riesige Müllberge produzieren ist allerdings ein ganz anderes Thema. Heute möchte ich Euch mal auf die Inhaltsstoffe dieser nur einmal verwendbaren Plastikwindeln aufmerksam machen. Dazu hat sich netterweise bereits jemand anders die Arbeit gemacht, weswegen ich hier nur den auf den Artikel verlinke.

Weitere Infos zu Windeln, Kosten und Umwelt findet Ihr auch in meinem Windelfrei-Blog. Gute allgemeine Informationen zu Windeln gibt es auch bei Wikipedia. Unter „Alternativen“ wird dort auch windelfrei erwähnt und es gibt ein Bild einer chinesischen Schlitzhose.

Eine enorme Kostenersparnis

In 8 Monaten haben wir für das Sauberkeitsbedürfnis unserer Tochter die folgenden Anschaffungen getätigt: 20 Bindewindeln (ca. 55 €), 5 Klettwindeln (ca. 45 €), 30 Einlagen (ca. 23 €) und 20 Mullwindeln (ca. 27 €). Papiertaschentücher, Waschlappen und „besondere“ Kleidung wie 2 Splitpants, 1 „Bärenhose“, 1 Paar Kiddylegs und Zubehör wie das Töpfchen oder ein Trainerhöschen lass ich mal außen vor. 2 Schwimmwindeln fürs Babyschwimmen schenkte uns eine Freundin. Zusammengerechnet kostete uns dies ca. 150 €.

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Verbesserte Kommunikation

Es gibt viele gute Gründe, warum sich Eltern auf der ganzen Welt für Windelfrei und Abhalten entscheiden. Der wichtigste Grund für mich ist, auf ALLE Bedürfnisse meines Babys einzugehen.

Das gezielte Eingehen auch auf die Ausscheidungsbedürfnisse eines Babys und die Kommunikation hierzu mit seinem Baby aufzunehmen und nicht zu ignorieren verbessert und erleichtert in meinem Augen deutlich die Kommunikation zwischen den Eltern und ihrem Kind. Wer zudem einmal gesehen hat, wie glücklich und zufrieden ein Baby lächelt oder wie es entspannt seufzt und zu Dir nach oben schaut, nachdem Du es erfolgreich abgehalten hast, der weiß was ich meine… Ich empfinde Windelfrei und Abhalten als eine große Bereicherung für uns als Familie!