Eine enorme Kostenersparnis

In 8 Monaten haben wir für das Sauberkeitsbedürfnis unserer Tochter die folgenden Anschaffungen getätigt: 20 Bindewindeln (ca. 55 €), 5 Klettwindeln (ca. 45 €), 30 Einlagen (ca. 23 €) und 20 Mullwindeln (ca. 27 €). Papiertaschentücher, Waschlappen und „besondere“ Kleidung wie 2 Splitpants, 1 „Bärenhose“, 1 Paar Kiddylegs und Zubehör wie das Töpfchen oder ein Trainerhöschen lass ich mal außen vor. 2 Schwimmwindeln fürs Babyschwimmen schenkte uns eine Freundin. Zusammengerechnet kostete uns dies ca. 150 €.

Nur im Krankenhaus und am ersten Tag danach daheim benutzten wir Plastikwindeln. Seitdem brauchten wir bis heute keine einizige Plastikwindel mehr, geschweige denn extra Müllbeutel für einen von diesen speziellen Windelmülleimern zu kaufen. Wir haben weder ein Puder für den Po unserer Kleinen, noch irgendwelche Wundcremes zu Hause stehen. Auch an Feuchttüchern haben wir bisher nur ein geschenktes Probepaket im Wickelrucksack (für Notfälle bzw. man kann sich damit auch Hände säubern). Daheim brauchen wir auch keine Feuchttücher. Meist reicht ein stückchen von einem Taschentuch  aus, um den Po unserer Kleinen nach dem kleinen oder großen Geschäft trocken zu tupfen oder abzuwischen.

Ich gehe davon aus, dass uns auch zukünftig keine weiteren Kosten für ein „besonderes“ Sauberkeitsbedürfnis unserer Tochter entstehen werden. Wir halten sie ab, genauso wie wir regelmäßig auf die Toilette gehen. Ganz zu Anfang hatten wir 1-2 Weißwäschen pro Woche mehr zu waschen, aber inzwischen kommen wir im Durchschnitt auf eine Weißwäsche mehr in 2 Wochen. Nun gut – dafür sind wir ja auch zu dritt!

Wie viel man nun an Geld für Plastikwindeln ausgeben muss, lässt sich nur grob überschlagen. Wenn ich aber zu Grunde lege, dass im ersten Lebensjahr ein Baby für gewöhnlich zwischen 6 und 8 Windeln pro Tag verbraucht, errechnet sich ein Jahresbedarf zwischen 2000 und 3000 Windeln. Ab dem zweiten Lebensjahr sinkt der Verbrauch ein wenig. Wann nun ein Baby es sich wieder abgewöhnt hat, was man ihm beigebracht hat, nämlich in eine Plastikwindel zu machen, kann sehr unterschiedlich sein. Aber für gewöhnlich dauert diese Entwöhnung drei Jahre. Das ergäbe dann überschlagen ca. 6000 Plastikwindeln, manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 10000 aus. Aus diesem Gesamtverbrauch errechnen sich je nach Fabrikat Kosten für Plastikwindeln von in etwa 1.500 € bis 2.500 €.

Hinzu kommen die Kosten für den Abtransport der Windeln. Die Gebühren für eine 40-Liter Mülltonne liegen bei in etwa 3,50 € Grundgebühr und durchschnittlich 2,50 € für die Entleerung. Es kann also problemlos geschätzt werden, dass monatlich zu den Windelkosten noch 8,50 € an Müllgebühren hinzukommen und so für die gesamte Zeit noch ca. 300 € an Müllkosten extra zu bezahlen sind. Ebenfalls zu Buche schlagen eventuelle Ausgaben für notwendiges Plastikwindel-Zubehör, wie spezielle geruchszurückhaltende Mülleimer und hierzu passende Mülltüten.

Ein teurer Luxus, wenn ich an die 150 € denke, die wir ausgegeben haben und vielleicht sogar noch für ein Geschwisterchen wiederverwenden können. 🙂

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