Gastrokolischer Reflex

Im Kurs davon gehört, in der Praxis überprüft: Gastrokolischer Reflex. Kurze Erklärung: „Wenn oben was rein geht, kommt unten was raus“. Unsere Kleine unterscheidet hier zwischen gestillt werden und Wasser trinken. Während des Stillens macht sie nicht. Nach dem Stillen dauert es meist ungefähr 10-15 Minuten bis sie pieseln muss. Beim Wasser trinken dauert es manchmal nur 2 Sekunden.

Seitdem ich das mit dem Wasser zufällig festgestellt habe (nasse Hose beim Trinken während der Breifütterung) nutze ich es hin und wieder, wenn ich weiß, dass sie jetzt eigentlich muss, sie eventuell sogar selber angezeigt hat, aber keine Lust darauf hat abgehalten zu werden (krabbeln ist ja auch viel lustiger). Dann nehme ich sie über dem Waschbecken mit einem Arm in Abhalteposition und gebe ihr aus einem Glas oder Becher Wasser zu trinken. Wenn sie dann pieselt hört sie meist total überrascht mit dem Trinken auf und schaut nach unten als wollte sie sagen „Was ist das denn? Ich wusste ja gar nicht dass ich aufs Klo muss…“

Übrigens lässt sich das manchmal auch erweitern auf den Satz: „Wenn oben nichts rein will, muss unten was raus“. Dies bedeutet, dass wenn unsere Kleine nichts essen will obwohl sie hungrig sein müsste, es oft hilft sie abzuhalten. Wenn dann nichts mehr drückt, lässt sie sich wieder entspannt füttern.

Ein Gedanke zu „Gastrokolischer Reflex

  1. Genau diese Gründe haben mich in meiner Kitaerfahrung dazu veranlasst die Kinder vor, *während!* und nach dem Essen daran zu erinnern, dass sie auf Toilette gehen sollen, wenn sie müssen. Älteren Kollegen passte es nicht und auch aus meiner Kindheit kenne ich es noch, dass man gesagt bekam: „Geh vor dem Essen auf Toilette, beim Essen macht man das nicht!“ Ich bin froh, dass man inzwischen weiter ist und forscht bevor man Zwänge auferlegt, die dann zu Bauchschmerzen oder Schlimmerem führen.

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