Im schwedischen Möbelhaus

Heute habe ich für Euch den Beitrag einer Freundin, der motiviert auch an ungewohnten Orten sein Baby abzuhalten:

„Gestern beim Möbel-Schweden: Baby signalisiert, dass es mal aufs Töpfchen muss, Mama holt es aus dem Tuch, öffnet die LAWAH (LAtzWindelfreiAbhalteHose) und setzt das Baby in der Küchenabteilung aufs Töpfchen. Da es das große Geschäft war gab es auch Geräusche und danach nur erstaunte Blicke und wohl nicht nur das 1. Bild von Oma.

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10 Minuten später sprach mich eine ältere Dame an, als das Baby wieder im Tuch war, dass ich genau so weiter machen sollte, denn so wird aus meinem Baby ein zufriedener, glücklicher Erwachsener!!!
Es ergab sich ein wahnsinnig nettes Gespräch in dem ich erfuhr, dass diese liebevolle „Omi“ Biologin ist und sehr vertraut mit dem Leben. Ich bin dankbar für diese tolle Erfahrung – ich liebe mein AP Leben mit alldem was dazu gehört. (AP=Attachment Parenting).

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Das ist mein Töpfchen und es stand danach dann so im Einkaufswagen bis wir an den Toiletten waren. Ich nehme es immer mit, wenn wir das Haus verlassen – egal wohin. Wenn das Baby in der Fußgängerzone muss – dann muss es eben 😉 Es ist wie mit dem Stillen, wenn sie Hunger hat hat sie eben Hunger 😉 „

Vielen Dank für deinen Bericht, Dane!

Für unterwegs eignet sich auch ein faltbare Schüssel mit Deckel (einfach mal bei google eingeben). Und noch eine kleine Anmerkung: dieser Beitrag hat in der Windelfrei-Gruppe bei Facebook knapp 300 Likes und viele positive Kommentare erhalten 🙂

Ein würdevoller und natürlicher Umgang

Kein Erwachsener würde freiwillig in seinen Exkrementen sitzen. Unseren Babys aber wird genau das tagtäglich millionenfach zugemutet. Und genau diesen „Unterschied“ in der Verhaltensweise vieler Eltern verstehe ich nicht – oder besser gesagt nicht mehr. Ich möchte mich nämlich an dieser Stelle gar nicht davon ausnehmen, selbst das Bedürfnis nach Sauberkeit bei mir und meiner Tochter unterschiedlich gewichtet zu haben. So war ich doch am Anfang meiner ersten Schwangerschaft davon überzeugt, meinem Baby Plastikwindeln anzuziehen! Warum? Weil es jeder so macht und weil die Werbung uns genau das als „richtigen Weg“ jeden Tag vorspielt.

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Windelfrei mit mobil werdendem Baby

Baby Nummer 2 wird von Tag zu Tag mobiler. Sie ist nun bereits 10 Monate alt und hangelt sich seitlich laufend an Regalen und niedrigen Tischen entlang. Im Alter von fünfeinhalb Monaten begann sie mit dem Krabbeln und ab diesem Zeitpunkt wurde windelfrei für uns Eltern anspruchsvoller. Warum? Weil ihre bisherigen Zeichen verschwanden bzw. sich veränderten. Ein Zappeln war nun oft ein Krabbelstart. Die Motivation, sich irgendwohin zu bewegen ließ keinen Platz für „ich muss mal“-Anzeigen. Aber deswegen aufhören? Nein, warum denn auch. Es bedeutet allerdings für uns Eltern eine Umstellung. Standardsituationen wie z.B. nach dem Aufwachen nutzen und nach Timing und Gefühl gehen hilft uns hier. Außerdem offen bleiben für neue Zeichen. Und entspannt bleiben! Wenn mal etwas daneben geht ist das eben so. Laufen lernt sie ja auch nicht an einem Tag.IMG_6710

Windelfrei-Blog mit Kategorien

Hallo liebe Leser!

Vielen Dank für Euer liebes Feedback zu meinem Windelfrei-Blog! Eure Anregungen haben mich dazu gebracht, meinen Blog für Euch besser zu strukturieren. Ich habe für Euch alle Blogbeiträge nach Inhalt kategorisiert. Über die Sidebar könnt ihr nun sechs Blog-Kategorien auswählen:

und gelangt schnell zu allen bislang geschriebenen Inhalten zu dieser Kategorie. Auch habe ich (endlich) zu allen Beiträgen die Kommentarfunktion freigeschaltet. Ich freue mich auf jedes Feedback von Euch!  🙂

Liebe Grüße aus Hamburg!

Eure Ingrid

Die Gesundheit Deines Babys

Wir sind unendlich dankbar, dass wir zwei gesunde und lebhafte Kinder haben. Wir haben auch den Eindruck, dass unsere Kleinen glücklich und ausgeglichen sind. Natürlich gibt es auch Zeiten in denen wir auf dem Zahnfleisch kriechen, da die Lütten an manchen Abenden partout nicht einschlafen möchten. Aber wer kennt das nicht? Die Gesundheit unserer Kinder ist für uns das Wichtigste, na klar! Interessanterweise gehen Abhalten und Windelfrei auch einher mit einigen gesundheiltichen Vorzügen.

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Kurzer Schrei

Küche, Abendessen am 23.9. Die Kleine ist bei meinem Mann auf dem Arm und schaut ein bißchen umher. Ganz ruhig. Sie hat als Backup eine Mullwindel an. Dann beginnt sie ihre Arme und Beine zu bewegen und stößt einen kurzen Quieklaut aus. Ich frage meinen Mann: „Gehst du mit ihr?“ Er schaut mich an und isst weiter. Kurz darauf sagt er: „Jetzt hat sie gerade gepieselt!“ Ich: „Sag ich doch!“ Verwunderter Blick von ihm. Ich: „Ich habe dich doch gerade gefragt!“ Er: „Ach das war ihr Signal?!?“. Dann fällt ihm ein, dass Remo Largo dieses Signal in seinem Buch „Babyjahre“ beschreibt. Wir schauen beide im Buch nochmal nach und finden das Zitat: „Kurz bevor ein Säugling den Darm oder die Blase entleert, bewegt er sich etwas mit Körper und Beinen und stößt gleichzeitig einen kurzen Schrei aus. Der Schrei und die Bewegung signalisieren der Umgebung, dass sich das Kind gleich entleeren wird.“ (Remo H. Largo, Babyjahre, 10. Auflage September 2012, Seite 253, Kapitel „Schreiverhalten“, Unterpunkt „Entleeren von Darm und Blase“).

Eine exakte Beschreibung der Szene in unserer Küche. Die Kleine hat genau so kommuniziert, genau wie Remo Largo es beschreibt. 🙂

Es blubbert

5.11.2015:

Kleine Anekdote des Tages: Ich räume etwas weg als es plötzlich ruhig wird… Mein 11 Wochen altes Baby liegt ganz still und unbeweglich auf der Decke am Boden, mit starrem, verklärtem Blick an die Zimmerdecke. Da blubbert es in der Mullwindel! Ich schnappe mir die Kleine, gehe mit ihr zum Wickeltisch und mache die Windel auf: sie enthält seit ihrer Geburt zum dritten mal eine kleine braune Ladung. Vorsichtig nehme ich mein Baby hoch, gehe zum Waschbecken und bringe sie in Abhalteposition. Und schon geht’s los! Es folgen zwei ordentliche Ladungen Stuhl.

Toilette Hansapark

Mein Fazit: Erstens: wenn es plötzlich still wird kann man mal schauen was los ist, zweitens: Blubbern bedeutet noch dringender als Pupsen, dass ein Baby mal muss und drittens: auch wenn eine Kleinigkeit schon ins Back-Up gegangen ist, lohnt es sich das Baby abzuhalten! Das große Geschäft kommt oft in mehreren Schüben!