Ein würdevoller und natürlicher Umgang

Kein Erwachsener würde freiwillig in seinen Exkrementen sitzen. Unseren Babys aber wird genau das tagtäglich millionenfach zugemutet. Und genau diesen „Unterschied“ in der Verhaltensweise vieler Eltern verstehe ich nicht – oder besser gesagt nicht mehr. Ich möchte mich nämlich an dieser Stelle gar nicht davon ausnehmen, selbst das Bedürfnis nach Sauberkeit bei mir und meiner Tochter unterschiedlich gewichtet zu haben. So war ich doch am Anfang meiner ersten Schwangerschaft davon überzeugt, meinem Baby Plastikwindeln anzuziehen! Warum? Weil es jeder so macht und weil die Werbung uns genau das als „richtigen Weg“ jeden Tag vorspielt.

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Windelfrei-Blog mit Kategorien

Hallo liebe Leser!

Vielen Dank für Euer liebes Feedback zu meinem Windelfrei-Blog! Eure Anregungen haben mich dazu gebracht, meinen Blog für Euch besser zu strukturieren. Ich habe für Euch alle Blogbeiträge nach Inhalt kategorisiert. Über die Sidebar könnt ihr nun sechs Blog-Kategorien auswählen:

und gelangt schnell zu allen bislang geschriebenen Inhalten zu dieser Kategorie. Auch habe ich (endlich) zu allen Beiträgen die Kommentarfunktion freigeschaltet. Ich freue mich auf jedes Feedback von Euch!  🙂

Liebe Grüße aus Hamburg!

Eure Ingrid

Die Gesundheit Deines Babys

Wir sind unendlich dankbar, dass wir zwei gesunde und lebhafte Kinder haben. Wir haben auch den Eindruck, dass unsere Kleinen glücklich und ausgeglichen sind. Natürlich gibt es auch Zeiten in denen wir auf dem Zahnfleisch kriechen, da die Lütten an manchen Abenden partout nicht einschlafen möchten. Aber wer kennt das nicht? Die Gesundheit unserer Kinder ist für uns das Wichtigste, na klar! Interessanterweise gehen Abhalten und Windelfrei auch einher mit einigen gesundheiltichen Vorzügen.

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Kurzer Schrei

Küche, Abendessen am 23.9. Die Kleine ist bei meinem Mann auf dem Arm und schaut ein bißchen umher. Ganz ruhig. Sie hat als Backup eine Mullwindel an. Dann beginnt sie ihre Arme und Beine zu bewegen und stößt einen kurzen Quieklaut aus. Ich frage meinen Mann: „Gehst du mit ihr?“ Er schaut mich an und isst weiter. Kurz darauf sagt er: „Jetzt hat sie gerade gepieselt!“ Ich: „Sag ich doch!“ Verwunderter Blick von ihm. Ich: „Ich habe dich doch gerade gefragt!“ Er: „Ach das war ihr Signal?!?“. Dann fällt ihm ein, dass Remo Largo dieses Signal in seinem Buch „Babyjahre“ beschreibt. Wir schauen beide im Buch nochmal nach und finden das Zitat: „Kurz bevor ein Säugling den Darm oder die Blase entleert, bewegt er sich etwas mit Körper und Beinen und stößt gleichzeitig einen kurzen Schrei aus. Der Schrei und die Bewegung signalisieren der Umgebung, dass sich das Kind gleich entleeren wird.“ (Remo H. Largo, Babyjahre, 10. Auflage September 2012, Seite 253, Kapitel „Schreiverhalten“, Unterpunkt „Entleeren von Darm und Blase“).

Eine exakte Beschreibung der Szene in unserer Küche. Die Kleine hat genau so kommuniziert, genau wie Remo Largo es beschreibt. 🙂

Es blubbert

5.11.2015:

Kleine Anekdote des Tages: Ich räume etwas weg als es plötzlich ruhig wird… Mein 11 Wochen altes Baby liegt ganz still und unbeweglich auf der Decke am Boden, mit starrem, verklärtem Blick an die Zimmerdecke. Da blubbert es in der Mullwindel! Ich schnappe mir die Kleine, gehe mit ihr zum Wickeltisch und mache die Windel auf: sie enthält seit ihrer Geburt zum dritten mal eine kleine braune Ladung. Vorsichtig nehme ich mein Baby hoch, gehe zum Waschbecken und bringe sie in Abhalteposition. Und schon geht’s los! Es folgen zwei ordentliche Ladungen Stuhl.

Toilette Hansapark

Mein Fazit: Erstens: wenn es plötzlich still wird kann man mal schauen was los ist, zweitens: Blubbern bedeutet noch dringender als Pupsen, dass ein Baby mal muss und drittens: auch wenn eine Kleinigkeit schon ins Back-Up gegangen ist, lohnt es sich das Baby abzuhalten! Das große Geschäft kommt oft in mehreren Schüben!

Back-Ups

Im Zusammenhang mit windelfrei fällt oft der Begriff „Back-Up“. Daher hier mal eine kleine Begriffskunde:

  • Als „Back-Up“ wird bezeichnet, was das (windelfrei-)Baby zum Auffangen der Ausscheidungen um den Genitalbereich an hat.
  • Ein „Back-up“ ist nicht gedacht als tragbare Toilette, sondern als Sicherheit für die Eltern (deshalb auch „Back-Up“), falls sie ein Signal verpassen oder ihr Baby nicht abhalten können (z.B. bei Autofahrten).

Mögliche „Back-Ups“ sind Mullwindeln, Stoffwindeln, Windelgürtel mit Einlagen, Wollaspa oder andere Hosen mit Einlagen (Mullwindel, kleines Handtuch, Stoffwaschlappen oder spezielle Windeleinlagen), aber auch Wegwerfwindeln. Alle bieten für eine gewisse Zeit ausreichend Schutz. Letztere jedoch eignen sich nicht so gut für das Körpergefühl des Kindes, da sie dem Baby kein „Nässegefühl“ geben und den Zusammenhang zwischen „Pipi machen“ und „nass im Schritt sein“ nicht vermitteln und somit das Baby diesen wichtigen Zusammenhang nicht lernt.

Früher Start

Am ersten Abend nach der Geburt im Krankenhaus war die Kleine auf einmal ziemlich unruhig. Sie wollte nicht gestillt werden, konnte aber auch nicht einschlafen. Sie ließ sich durch nichts beruhigen, auch tragen half nicht. Daher nahm ich sie und hielt sie zum ersten Mal ab. Zack! Mekonium ab ins Töpfchen (das ich vorsichtshalber in die Klinik mitgenommen hatte). Okay, dann haben wir nun also schon an ihrem ersten Lebenstag begonnen mit der Ausscheidungskommunikation 🙂 Ich freu mich drauf!